Was kosten App Store Screenshots? DIY vs Designer vs Generator
Freiberufliche Designer, Agenturen, Screenshot-Generatoren, DIY – jeder Weg kostet wirklich etwas. Hier erfährst du, was du tatsächlich zahlst (und was du wirklich bekommst).
Übersetzung des englischen Originalartikels.
Wenn du einen App-Launch vorbereitest und dein Budget aufteilst, stößt du schnell auf den Punkt App Store Screenshots. Hier darf man nicht raten: Apple und Google machen Screenshots verpflichtend (und sind wählerisch dabei). Allerdings gibt es eine enorme Bandbreite, was andere Indie-Entwickler, finanzierte Apps und selbst direkte Konkurrenten für App Store und Google Play Screenshots tatsächlich ausgeben. Ich habe im Lauf der Jahre jede Variante bezahlt und mit Designern, Agenturen und allen möglichen Generatoren gearbeitet, die ich rechtfertigen konnte. Hier erfährst du, was jede Variante kostet – ohne Wunschdenken, ohne Agentur-Glaskugel.
Freiberuflicher Designer: 150–600 $ pro Satz
Das ist meist die erste Kalkulation bei Solo-Entwicklern und kleinen Teams. Wenn du einen mittelklassigen freiberuflichen Designer engagierst (Upwork, Dribbble, Fiverr oder sogar jemand aus einem Indie-Discord), wird meist pro Satz kalkuliert: ein Satz umfasst bis zu 10 iOS- und/oder Android-Screenshots in den richtigen Store-Maßen, oft pro Gerätekategorie gebündelt.
- Einsteiger-Freelancer: 150–250 $ pro Satz. Schnelle Umsetzung, minimale Überarbeitungen, vorlagenbasierte Arbeit, wenig Markeneinbindung. Diese Preisspanne findest du bei Fiverr-Designern, die App-Screenshots in den Farben deiner App schnell erstellen (vermutlich ohne viel mehr Anpassungen).
- Erfahrene Designer: 300–600 $ pro Satz. Mehr Kommunikation, in der Regel 2–3 Überarbeitungen, vielleicht ein wenig echtes Design-Input: Sie tauschen Gerätestile aus, passen Layouts an, optimieren Farben und Texte für deine Features. Rechne mit einer Bearbeitungszeit von 3 bis 10 Tagen.
Wenn deine App in einem überfüllten Bereich unterwegs ist (Foto-Editoren, Meditation oder Quiz-Spiele wie Trivia Crack), kann gute Freelancer-Arbeit schon in der ersten Woche Conversion-Gewinne bringen. Du brauchst dann aber vorbereitete Assets (Screenrecordings, lokalisierte Texte, Moodboards oder dein Brand Guide), sonst fließt das Budget in die Asset-Erstellung statt ins Design.
Agenturen: 1.000–3.500+ $ für ein Launch-Paket
Wenn du kreative Agenturen kontaktierst, die auf Mobile App Marketing spezialisiert sind (Beispiele: App Radar, Theta), bekommst du Preislisten für „App Launch Packs“. Diese enthalten typischerweise:
- Komplette Screenshot-Sets für iOS und Google Play (plus mehr, falls Tablets mit abgedeckt sind)
- Feature-Grafiken, Banner und manchmal ein neues App-Icon
- Mehrere Sub-Brands oder Farbvarianten für A/B-Tests
- Projektmanagement, meist Kickoff-Calls und Meilenstein-Reviews
Typische Agenturpreise: 1.000–3.500 $, manchmal mehr, wenn du Lokalisierung, individuelle 3D-Geräte oder aktive Kreativ-Strategie verlangst. Agenturen setzen stark auf Marken-Kohärenz und lohnen sich für finanzierte Startups, sind aber für die meisten Indies oft zu teuer – es sei denn, du hast Geld und null Zeit oder dein Screenshots-Set ist ein direktes Wachstumstool (z.B. eine Abo-App in einem hart umkämpften Segment).
DIY (Selber machen): Kostenlos in Dollar, aber viel Zeit
Wenn du Figma, Sketch, Photoshop oder Canva beherrschst, kannst du deine Screenshots durchaus selbst erstellen. Das habe ich für die ersten fünf Apps so gemacht. Aber der Zeitaufwand ist immer größer als neue Entwickler schätzen:
- Recherche: Herunterladen und gründliches Analysieren von Apps mit hoher Conversion wie Reflectly, Streaks oder Duolingo. (Hier bemerkst du, wie präzise deren Textstil ist – Layouts kopieren ist einfach, Conversion schaffen nicht.)
- Vorlagen suchen oder erstellen: Figma „App Screenshot Template“-Pakete sind oft kostenlos, aber du brauchst meist eine Stunde, um Maße zu korrigieren oder die Rahmen für das 6,7" iPhone (1284 × 2778 px) und Google Plays 1080 × 2340 px einzupassen.
- Assets exportieren: Screenshots auf allen Gerätegrößen machen, Statusleisten abschneiden, Formate anpassen. Das ist mühsam und wenn du Vorgaben verpasst, kann der Review-Prozess scheitern – falsche Pixelgrößen oder falsches PNG-Format führen zu App Store Connect Ablehnungen.
Plane mindestens einen vollen Tag ein, wenn du ein Screenshot-Set willst, das nicht wie gebastelt wirkt. Mehr Zeit, wenn du Lokalisierungen oder A/B-Test-Varianten für die Store-Optimierung planen solltest. Geld sparst du, aber der versteckte Preis ist meist deine Zeit – oft dieselbe, die du für Produktfeatures oder Bugfixes bräuchtest.
Screenshot-Generator: 0–20 $ pro Satz
Generatoren schließen die Lücke zwischen DIY und professioneller Beauftragung. Die besten (ich nenne keine Konkurrenten, aber du kennst sie aus jeder „beste ASO-Tools“-Liste) bieten getestete Templates, in die du deine App-Assets ziehst, die Farben und Schriftarten anpasst und alle erforderlichen Store-Größen auf einen Klick exportierst. Die Preise sind unterschiedlich, hier die praktische Einordnung:
- Kostenlos: Viele bieten kostenlose Einstiegsstufen – meist mit Wasserzeichen, auf 1 Projekt limitiert oder mit eingeschränktem Funktionsumfang.
- Pro-Version: 10–20 $ pro Projekt oder Monat. Hier bekommst du wiederverwendbare Vorlagen, höher aufgelöste Exporte, A/B-Varianten-Support, gebündelte App-Icon- und Feature-Grafiken und Offline-Export für iOS und Google Play. Der Sweet Spot für Indie-Entwickler, die Wert auf Zeitersparnis und Iteration legen und keinen Profi-Polish brauchen.
Ich mache individuelle Photoshop- oder Figma-Arbeiten nur noch, wenn Kunden einzigartige Illustration, lizenzierte Marken oder spezielle Anforderungen haben, die ein Template-Tool nicht abbildet. Für die meisten Apps – Utility, Nachschlagewerke, einfache Produktivitäts-Apps, sogar Spiele – bringt ein guter Generator plus ein Tag Feintuning etwa 90 % resultierende Qualität. Launch-Pakete wie ScreenshotWhale verwenden echte Gerätegrößen und Textplätze, die konvertieren – und exportieren alle Formate auf einmal, ohne dass du an den Auflösungen herumspielen musst. Wenn du deine Conversion-Rate aus App Store Connect oder Play Console verfolgst, weißt du, wie viel schneller du Screenshot-Sets per Generator iterieren kannst – das sind Minuten statt eines zweiwöchigen Tickets oder eines ganzen Tages Eigenaufwand.
Versteckte Kosten und ehrliche Abwägungen
Die Preisschilder erzählen nie die ganze Geschichte. Hier einige Punkte, die bei Kostenkalkulationen oft untergehen:
- Zwei Runden App Store/Google Play Ablehnungen, weil eine Grafik die Pixelgröße nicht trifft – das kostet jedes Mal mindestens einen Tag, sofern der Designer nicht unmittelbar verfügbar ist oder der Generator alle Vorgaben erfüllt.
- Asset-Vorbereitung frisst Stunden: Wenn du keine sauberen Screens hast, musst du deine App quasi polieren, damit die Store-Galerie ansprechend wirkt. (Gelernt aus eigener Erfahrung – nie der spaßigste Teil.)
- Überarbeitungen kosten echtes Geld – Freelancer und Agenturen kalkulieren 2–3 Runden ein oder berechnen Extras. Generatoren und DIY ermöglichen unbegrenzte Anpassungen, bergen aber das Risiko, in endlosen Perfektionismus zu versinken.
- Lokalisierung (zusätzliche Sprachen): vervielfacht Budget und Zeit. Auf Agenturniveau können das 2.000 $ allein für fünf Sprachen sein; beim Generator kommen etwa 30 Minuten plus Übersetzungskosten hinzu.
Oft werde ich gefragt, ob Screenshots „die Investition wert“ sind. Mein Fazit: Investiere das, was du kannst, aber verballer dein Budget nicht für individuelle Grafiken, wenn du in den ersten Eindrucks-Kennzahlen keinen echten Mehrwert siehst. Für neue Launches nutze ich Generatoren und investiere erst dann wieder in Designer oder Agenturen, wenn A/B-Tests mit Features oder Farbvarianten messbaren Einfluss haben. Wenn du in Charts aufsteigst oder Redakteure auf dich aufmerksam werden, kannst du professionelle Unterstützung für Rebranding oder saisonale Updates bezahlen (Weihnachtsscreenshots funktionieren weiterhin – siehe Calm oder Headspace im Winter).
Übersichtstabelle: Realistische Screenshot-Kosten für App Stores
| Methode | Typische Kosten (USD) | Benötigte Zeit | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Freelancer | 150–600 $/Satz | 3–10 Tage | Indie-Entwickler mit etwas Budget, nicht dringend |
| Agentur | 1.000–3.500 $+ | 2–4 Wochen | Finanzierte Projekte, Marken-Kohärenz wichtig |
| DIY | 0 $ (plus deine Zeit) | 8–20 Stunden | Solo-Entwickler, kein Budget |
| Screenshot-Generator | 0–20 $/Satz | 1–2 Stunden | Indies/Marketing, schnelle Ergebnisse |
Fazit
Screenshots sind nicht günstig, wenn sie dauerhaft konvertieren sollen, aber die Entscheidung ist eine Rechnung, kein Hexenwerk. Du wählst, ob du Geld, Zeit oder beides investieren willst. Ein einfacher Tipp: Nutze für den Launch einen Generator und steigere dich zu Designer oder Agentur nur, wenn deine Kennzahlen das rechtfertigen. Verzögere nicht den Launch, weil du auf Termine von Designern wartest. Für Tablet-first-Apps haben wir noch keine ausreichenden Tests gemacht, aber Designer-Preise steigen schnell, wenn du den Extra-Polish für alle Gerätetypen willst. Ganz genau wissen, wofür du zahlst (und was du nicht bekommst), ist schon die halbe Miete.
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